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Prepaid SIM-Karte ohne Vertrag

Eine Prepaid SIM-Karte ist ein Mobilfunktarif, den du im Voraus auflädst, statt eine monatliche Rechnung zu bekommen. Du gehst keinen Vertrag ein, brauchst keine Schufa-Prüfung und behältst deine Kosten jederzeit selbst in der Hand.

Ohne Vertragsbindung
Ohne Schufa
Alle Netze
LTE & 5G

Redaktion meinetarife24

Unser Redaktionsteam erstellt die Inhalte und aktualisiert sie regelmäßig.

Zuletzt aktualisiert:

Das Wichtigste in Kürze

  • Prepaid heißt: erst aufladen, dann nutzen. Es gibt keinen Vertrag mit Mindestlaufzeit, keine Schufa-Prüfung und keine monatliche Rechnung. Kündigen musst du nichts.
  • Beim Freischalten musst du dich seit 2017 gesetzlich mit Ausweis identifizieren, auch bei Prepaid. Das geht heute meist per Video-Ident in wenigen Minuten.
  • Discounter-Marken wie Aldi Talk oder Lidl Connect funken in den Netzen der drei Betreiber Telekom, Vodafone und Telefónica (O2). Das Netz entscheidet über deinen Empfang.
  • Preise und Datenmengen ändern sich bei Prepaid ständig. Vergleiche sie deshalb live im Rechner statt dich auf alte Tabellen zu verlassen.

Was ist eine Prepaid SIM-Karte?

Bei einem normalen Handyvertrag bekommst du jeden Monat eine Rechnung und bist oft 24 Monate gebunden. Bei Prepaid drehst du das um. Du zahlst zuerst, lädst also Guthaben auf, und nutzt erst dann Minuten, SMS und Datenvolumen. Ist das Guthaben aufgebraucht, lädst du nach. Mehr als das, was du eingezahlt hast, kann nicht abgebucht werden.

Genau das ist der Grund, warum Prepaid bei Neuankömmlingen, Studierenden und Eltern so beliebt ist: Du brauchst kein deutsches Bankkonto mit Bonität, keine Schufa und gehst kein Risiko ein. Der Nachteil ist überschaubar. Du musst selbst ans Aufladen denken, und ein neues Handy gibt es nicht subventioniert dazu.

In drei Schritten zur eigenen Prepaid-Karte

So kommst du von der SIM-Karte zur ersten Verbindung, auch ohne Vorerfahrung mit deutschen Anbietern.

1

SIM aussuchen

Wähle einen Tarif im Vergleich und bestelle die SIM online, oder hol dir eine Starter-Karte im Supermarkt, Drogeriemarkt oder an der Tankstelle. Achte auf das Netz, nicht nur auf den Markennamen.

2

Identität prüfen

Vor der Freischaltung weist du dich aus, meist per Video-Ident mit Reisepass oder Personalausweis. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und in ein paar Minuten erledigt. Danach ist deine Karte aktiv.

3

Aufladen & loslegen

Lade Guthaben auf, per App, Lastschrift, Kreditkarte, PayPal oder mit einer Guthabenkarte. Buche bei Bedarf eine Datenoption oder Allnet-Flat. Diese Optionen kannst du jeden Monat anpassen.

Prepaid-Tarife aller Netze vergleichen

Im Rechner siehst du aktuelle Prepaid-Tarife mit ihren echten Preisen und Datenmengen. Filtere nach Netz, Datenvolumen und Optionen und finde den Tarif, der zu deiner Nutzung passt.

5G-Tarife werden geladen...

Werbehinweis: Der Vergleich enthält Partner-Angebote. Schließt du über einen Link ab, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Preise und Verfügbarkeit können sich ändern.

Für wen sich eine Prepaid-Karte lohnt

Prepaid passt besonders gut, wenn du gerade erst in Deutschland angekommen bist. Ohne Schufa und ohne deutsches Konto mit Bonität bekommst du sonst kaum einen Laufzeitvertrag. Mit Prepaid bist du sofort erreichbar, kannst dich beim Amt anmelden, ein Bankkonto eröffnen und Wohnungen anfragen. Für deinen restlichen Start in Deutschland helfen dir unsere Vergleiche für Internet zu Hause und Strom weiter.

Neuankömmlinge ohne deutsche Schufa oder Bonität
Studierende und Auszubildende mit kleinem Budget
Eltern, die Kindern ein Handy mit Kostenbremse geben
Pendler und Reisende, die nur zeitweise eine Nummer brauchen
Alle, die eine günstige Zweitkarte fürs Auto oder Tablet wollen
Datenschutzbewusste, die kein Lastschriftmandat geben möchten

Prepaid oder Laufzeitvertrag?

MerkmalPrepaidLaufzeitvertrag
VertragsbindungKeine, flexibel anpassbarMeist 24 Monate
Schufa-PrüfungNeinIn der Regel ja
KostenkontrolleHoch, nur Guthaben wird genutztFeste monatliche Rechnung
Neues Handy dabeiNein, eigenes GerätOft mit finanziertem Gerät
Passt gut fürNewcomer, Wenignutzer, ZweitkarteVielnutzer mit Bonität

Wenn du viel telefonierst und surfst und ohnehin ein neues Handy finanzieren möchtest, kann ein Laufzeitvertrag rechnerisch passen. Mehr dazu findest du in unserem Mobilfunk-Vergleich. Geht es dir um volle Kostenkontrolle und Flexibilität, bleibt Prepaid die einfachere Wahl.

Das richtige Netz finden

In Deutschland gibt es drei eigene Mobilfunknetze: Telekom, Vodafone und Telefónica, das du als O2 kennst. Fast jede Prepaid-Marke nutzt eines dieser drei Netze. Aldi Talk und netzclub funken zum Beispiel im Telefónica-Netz, congstar und Ja! mobil im Telekom-Netz, Lidl Connect bei Vodafone. Welche Marke du wählst, ist also weniger wichtig als die Frage: In welchem Netz habe ich bei mir zu Hause und unterwegs guten Empfang?

Verlass dich dabei nicht auf Werbeversprechen. Die Bundesnetzagentur stellt eine kostenlose Netzabdeckungskarte bereit, mit der du Standort für Standort prüfen kannst. Zusätzlich veröffentlichen Fachmagazine wie connect und die Stiftung Warentest regelmäßig unabhängige Netztests. Ein guter Tipp aus der Praxis: Frag Nachbarn oder Kollegen, welches Netz bei ihnen zuverlässig läuft.

So holst du mehr aus deiner Prepaid-Karte heraus

Datenverbrauch im Blick behalten

Die App deines Anbieters zeigt dir, wie viel Datenvolumen noch übrig ist. Stell dir eine Erinnerung ein, bevor das Volumen oder das Guthaben knapp wird, dann gibt es keine bösen Überraschungen.

WLAN nutzen, wo es geht

Große Downloads und App-Updates erledigst du am besten im WLAN, zu Hause oder im Büro. Das schont dein mobiles Datenvolumen spürbar.

Automatische Aufladung einrichten

Mit einer Auto-Aufladung bleibst du erreichbar, auch wenn du das Nachladen vergisst. Manche Anbieter geben darauf sogar etwas Bonus-Guthaben.

Drittanbietersperre aktivieren

Eine kostenlose Drittanbietersperre verhindert ungewollte Abos und Käufe über deine Handyrechnung. Gerade bei Karten für Kinder ist das sinnvoll.

EU-Roaming richtig nutzen

Innerhalb der EU gilt bei den meisten Tarifen "Roam like at home": Du surfst und telefonierst wie in Deutschland. Bei Reisen außerhalb der EU lohnt ein Blick in die Preisliste, bevor du loslegst.

Häufige Fragen zur Prepaid SIM-Karte

Eine Prepaid SIM-Karte ist ein Mobilfunktarif, den du im Voraus bezahlst. Du lädst Guthaben auf und nutzt erst dann Daten, Minuten und SMS. Es gibt keinen Vertrag mit Mindestlaufzeit und keine monatliche Rechnung. Ist das Guthaben leer, lädst du einfach neu auf.

Nein. Weil du im Voraus bezahlst, geht der Anbieter kein Risiko ein und fragt deine Schufa nicht ab. Das macht Prepaid praktisch für Neuankömmlinge ohne deutsche Bonität, für Studierende und für alle, die keine Bonitätsprüfung möchten. Eine Identitätsprüfung mit Ausweis ist aber trotzdem Pflicht (siehe unten).

Ja. Seit 2017 schreibt das Telekommunikationsgesetz vor, dass du dich beim Freischalten einer SIM-Karte mit einem gültigen Ausweis identifizieren musst, auch bei Prepaid. Das läuft heute meist per Video-Ident direkt am Handy und dauert nur wenige Minuten. Eine anonyme SIM-Karte ohne Registrierung gibt es in Deutschland legal nicht.

Ja, die Rufnummernmitnahme (Portierung) ist auch bei Prepaid möglich. Du beantragst sie online oder über dein Kundenkonto und gibst sie bei deinem alten Anbieter frei. Plane den Wechsel rechtzeitig, damit deine bisherige Nummer erhalten bleibt. Viele Anbieter zahlen für die Mitnahme einen Wechselbonus.

Ja. Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) bieten 5G inzwischen auch für Prepaid an, und viele ihrer Discounter-Marken ziehen nach. Du brauchst dafür ein 5G-fähiges Handy, einen Tarif mit 5G und 5G-Empfang an deinem Standort. Ob 5G bei dir verfügbar ist, prüfst du über die Netzkarten der Anbieter und die Karte der Bundesnetzagentur.

Aufladen kannst du per App oder Kundenkonto mit Lastschrift, Kreditkarte oder PayPal sowie mit Guthabenkarten aus dem Supermarkt, Drogeriemarkt oder an der Tankstelle. Viele Anbieter bieten eine automatische Aufladung an: Fällt dein Guthaben unter einen Betrag, wird automatisch nachgeladen, damit du erreichbar bleibst.

Das hängt vom Anbieter ab. Bei vielen deutschen Anbietern bleibt das Guthaben gültig, solange du die Karte regelmäßig nutzt, oft also faktisch unbegrenzt. Gebuchte Optionen wie eine Datenoption laufen meist über vier Wochen oder einen Monat. Die genauen Bedingungen stehen in den Tarifdetails deines Anbieters.

Eine eSIM ist eine fest im Handy verbaute, digitale SIM-Karte, die du per QR-Code aktivierst. Immer mehr Prepaid-Anbieter unterstützen eSIM, darunter Telekom, Vodafone, O2, congstar und fraenk. Der Vorteil: Du kannst nach der Identitätsprüfung sofort loslegen und musst nicht auf den Versand einer Karte warten.

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