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Photovoltaik: der ehrliche Vergleich

Solaranlage mieten oder kaufen?

Über die gesamte Laufzeit ist der Kauf einer Solaranlage in den meisten Fällen günstiger als die Miete. Das sagen Verbraucherzentrale, ADAC und Finanztip. Mieten lohnt sich vor allem dann, wenn du kein Eigenkapital einsetzen und dich um nichts kümmern willst.

Redaktion meinetarife24
Zuletzt aktualisiert:
ab ~135 €/Monat
Miete 10 kWp + Speicher
ADAC
~12.000-22.000 €
Kauf 10 kWp + Speicher
0 % USt
~8-12 Jahre
Amortisation Kauf
Finanztip
Kauf meist günstiger
Über die Laufzeit
ADAC, VZ
Solar-Angebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Kauf meist günstiger: Über die Laufzeit kommen ADAC, Verbraucherzentrale und Finanztip zum gleichen Schluss. Eine HTW-Berlin-Studie zeigt: Mieten kann über 20 Jahre bis zu 80 % teurer sein.
  • Miete kostet: 10 kWp mit Speicher ab rund 135 €/Monat (ADAC), über 20 Jahre mindestens 32.000 €.
  • Kauf kostet: einmalig rund 12.000-22.000 €, dank Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG) ohne Mehrwertsteuer.
  • Wann Miete passt: kein Eigenkapital, kein Wartungswunsch, kein Kredit möglich.
  • Vertrag genau prüfen: Laufzeit 15-25 Jahre, vorzeitiger Ausstieg teuer, bei Hausverkauf übernimmt der Käufer.

Mieten oder kaufen, die ehrliche Antwort

Die kurze Version: Wer das Geld hat oder einen Kredit bekommt, fährt mit dem Kauf über die Jahre meist besser. Die Anlage produziert in beiden Fällen denselben Strom. Der Unterschied liegt darin, wer am Ende die Anlage besitzt und wer die Einspeisevergütung kassiert.

Die Verbraucherzentrale formuliert es so: Mieten ist über die Vertragslaufzeit teurer als der Kauf und rein finanziell oft nicht besonders attraktiv, dafür aber bequem. Genau das ist der Punkt. Du zahlst für Komfort, nicht für die größte Ersparnis.

Wann sich Mieten trotzdem lohnt

  • Du hast kein Eigenkapital und willst oder bekommst keinen Kredit.
  • Du willst dich um Wartung, Versicherung und Anmeldung nicht kümmern.
  • Dir ist eine planbare Monatsrate wichtiger als die größte Ersparnis.

Kosten im Vergleich (Beispielrechnung)

Annahmen: 10-kWp-Anlage mit Speicher fürs Einfamilienhaus, Strompreis rund 35 ct/kWh, etwa 2-3 % Strompreissteigerung pro Jahr, hoher Eigenverbrauch über den Speicher. Stand 06/2026. Quellen: ADAC, Verbraucherzentrale, Finanztip, 1KOMMA5°. Deine echten Zahlen hängen von Dach, Verbrauch und Anbieter ab, es sind Richtwerte, keine Garantie.

PunktKaufenMieten
Anschaffung~12.000-22.000 € (0 % USt)0 €
Monatliche KostenWartung/Versicherung ~10-20 € (oder Kreditrate)Miete ~135-200 €
Kosten über 20 JahreAnschaffung + ~2.000-4.000 € Wartung~32.000-53.000 €
Einspeisevergütungbekommst du selbstbehält oft der Anbieter
Nach der LaufzeitAnlage gehört dir, weiter EigenstromRückbau, Abkauf oder Verlängerung

In den meisten Beispielrechnungen ist der Kauf über die volle Laufzeit rund 10.000 bis 20.000 € günstiger als die Miete. Der ADAC rechnet für 20 Jahre Miete mit mindestens 32.000 €, ein Anbietervergleich von 1KOMMA5° kommt je nach Ausstattung auf 36.000 bis 53.000 €. Dem stehen einmalig 12.000 bis 22.000 € für den Kauf gegenüber.

Was kostet das Mieten?

Der ADAC nennt je nach Größe etwa 50 bis 300 € im Monat. Für eine 10-kWp-Anlage mit Speicher liegt die Rate ab rund 135 €/Monat. Wichtig: Die Miete ist über die Laufzeit fest und enthält meist Wartung und Versicherung, dafür gehört dir am Ende nichts. Bei vielen Modellen behält der Anbieter zusätzlich die Einspeisevergütung.

Was kostet der Kauf?

Einmalig etwa 12.000 bis 22.000 € für eine 10-kWp-Anlage mit Speicher. Seit 2023 gilt der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG für Photovoltaik bis 30 kWp, du zahlst also keine Mehrwertsteuer. Finanztip rät, höchstens rund 2.200 € pro kWp mit Speicher zu zahlen. Die laufenden Kosten für Wartung und Versicherung sind mit etwa 100 bis 200 € im Jahr überschaubar.

Gut zu wissen, die Einspeisevergütung: Für neue Anlagen bis 10 kWp gelten ab 1. Februar 2026 7,78 ct/kWh bei Überschusseinspeisung und 12,34 ct/kWh bei Volleinspeisung (Bundesnetzagentur). Beim Kauf bekommst du diese Vergütung selbst, das verbessert deine Rechnung über die Jahre spürbar. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Einspeisevergütung 2026.

Mietvertrag prüfen, bevor du unterschreibst

Ein Solar-Mietvertrag bindet dich oft 20 Jahre. Genau hinschauen lohnt sich. Die Verbraucherzentrale und der ADAC raten, diese Punkte vor der Unterschrift zu klären:

1Wie lange läuft der Vertrag (meist 15-25 Jahre) und kannst du vorzeitig raus?
2Gibt es eine Wertsicherungsklausel, die die Rate jährlich erhöhen darf?
3Was ist wirklich inklusive: Wartung, Versicherung, Reparatur, Wechselrichter?
4Wer meldet die Anlage beim Marktstammdatenregister und Netzbetreiber an?
5Wer bekommt die Einspeisevergütung für den nicht selbst genutzten Strom?
6Was passiert am Vertragsende: Rückbau, Abkauf zum Marktwert oder Verlängerung?
7Was gilt bei Hausverkauf: Muss der Käufer den Vertrag übernehmen?

Achtung, der Ausstieg ist teuer: Während der Laufzeit ist eine normale Kündigung meist ausgeschlossen. Ein vorzeitiger Abkauf kostet laut Verbraucherzentrale deutlich mehr als ein Direktkauf. Und verkaufst du dein Haus, muss der Käufer den Vertrag übernehmen, sonst werden Restzahlungen fällig.

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Wenn du weißt, in welche Richtung es gehen soll, hol dir konkrete Angebote. Der Vergleich ist kostenlos und unverbindlich.

Werbehinweis: meinetarife24 ist ein kostenloses Vergleichsportal. Über die Rechner unseres Partners Tarifcheck erhalten wir eine Provision, wenn ein Vertrag zustande kommt. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten, und die angezeigten Ergebnisse werden davon nicht beeinflusst. meinetarife24 verkauft selbst keine Solaranlagen und legt keine Preise fest.

Kein Eigenkapital? Finanzieren statt mieten

Du willst kaufen, hast aber das Geld nicht auf einmal? Dann ist ein Kredit oft die bessere Alternative zur Miete. Mit dem KfW-Kredit 270 finanzierst du die Anlage zu bis zu 100 Prozent, also ohne Eigenkapital. Den Antrag stellst du vor der Auftragsvergabe über deine Hausbank.

Der effektive Zins hängt von deiner Bonität ab und liegt grob zwischen 3,5 und 11 Prozent. Die Monatsrate liegt damit häufig in der Nähe einer Mietrate, mit einem Unterschied: Nach der Tilgung gehört die Anlage dir, und du produzierst weiter eigenen Strom. Rechne dein konkretes Beispiel durch, bevor du dich entscheidest.

Wichtig für Neuankömmlinge in Deutschland

Du brauchst das Dach

Solar mieten oder kaufen geht nur als Eigentümer oder mit Zustimmung des Eigentümers beziehungsweise der Eigentümergemeinschaft (WEG). Wer zur Miete wohnt, kommt meist nur über ein Balkonkraftwerk oder einen Mieterstrom-Tarif an Solarstrom.

20-Jahre-Vertrag und SCHUFA

Ein Mietvertrag über 15 bis 25 Jahre ist eine lange Bindung. Anbieter prüfen deine Bonität über die SCHUFA (Almanca: Schufa, kredi notu). Ohne deutsche SCHUFA-Historie kann das am Anfang schwierig sein.

Wenn du Deutschland verlässt

Eine gekaufte Anlage erhöht den Hauswert und geht beim Verkauf an den Käufer. Einen Mietvertrag muss der neue Eigentümer übernehmen, sonst werden Restzahlungen fällig. Plane die lange Laufzeit also mit ein.

Dachpacht ist nicht Anlagenmiete

Beim Mieten zahlst du für die Anlage. Bei der Dachverpachtung vermietest du dein Dach an einen Betreiber und bekommst Pacht. Zwei verschiedene Modelle, die oft verwechselt werden.

Wichtige Begriffe (DE / EN / TR)

Diese deutschen Begriffe begegnen dir beim Thema Solar, hier kurz erklärt auf Deutsch, Englisch und Türkisch.

DeutschEnglishTürkçe
Solaranlage mietenrent a solar systemgüneş enerjisi sistemi kiralamak
Photovoltaik (PV)photovoltaics, sunlight to electricityfotovoltaik, güneşten elektrik
Laufzeitcontract termsözleşme süresi
Einspeisevergütungfeed-in tariffşebekeye verme ücreti
Eigenverbrauchself-consumptionkendi tüketimin
Wartungmaintenancebakım
Dachpachtroof leaseçatı kiralama
Nullsteuersatz0 % VAT rulesıfır KDV oranı

Häufige Fragen: Solaranlage mieten oder kaufen

Über die volle Laufzeit ist der Kauf in den meisten Fällen günstiger. Verbraucherzentrale, ADAC und Finanztip kommen unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis. Die Miete kann trotzdem passen, wenn du kein Eigenkapital hast, dich nicht um Wartung kümmern willst oder keinen Kredit aufnehmen kannst. Sie kauft dir Bequemlichkeit, nicht die größte Ersparnis.

Laut ADAC liegen die Mietraten je nach Größe bei etwa 50 bis 300 Euro im Monat. Für eine 10-kWp-Anlage mit Speicher nennt der ADAC ab rund 135 Euro pro Monat. Über 20 Jahre summiert sich das auf mindestens 32.000 Euro (ADAC); ein Anbietervergleich von 1KOMMA5° kommt je nach Ausstattung auf 36.000 bis 53.000 Euro.

Eine vergleichbare Anlage kostet einmalig etwa 12.000 bis 22.000 Euro. Seit 2023 gilt für Photovoltaik bis 30 kWp der Nullsteuersatz nach Paragraf 12 Absatz 3 UStG, du zahlst also keine Mehrwertsteuer. Finanztip rät, höchstens rund 2.200 Euro pro kWp mit Speicher zu zahlen, das wären etwa 22.000 Euro für 10 kWp.

In der Regel nicht ohne Weiteres. Du brauchst das Dach, also die Zustimmung des Eigentümers oder einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft (WEG). Solar-Mietmodelle richten sich an Hausbesitzer. Wer zur Miete wohnt, kommt meist nur über ein Balkonkraftwerk oder einen Mieterstrom-Tarif an Solarstrom.

Mietverträge laufen meist 15 bis 25 Jahre. Danach gibt es laut ADAC drei Wege: Rückbau der Anlage, Abkauf zum Marktwert oder Verlängerung des Vertrags. Ein vorzeitiger Ausstieg ist teuer, der Abkauf kostet oft mehr als ein Direktkauf. Verkaufst du das Haus, muss der Käufer den Vertrag übernehmen.

Mit dem KfW-Kredit 270 finanzierst du eine eigene Anlage zu bis zu 100 Prozent, also ohne Eigenkapital. Der effektive Zins hängt von deiner Bonität ab und liegt grob zwischen 3,5 und 11 Prozent. Den Antrag stellst du vor der Auftragsvergabe über deine Hausbank. Nach der Tilgung gehört die Anlage dir, bei der Miete nicht.

Bei vielen Mietmodellen behält der Anbieter die Einspeisevergütung für den Strom, den du nicht selbst verbrauchst. Beim Kauf bekommst du sie selbst. Für neue Anlagen bis 10 kWp gelten ab 1. Februar 2026 7,78 Cent pro kWh bei Überschusseinspeisung und 12,34 Cent bei Volleinspeisung (Bundesnetzagentur).

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