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Wohnhaus unter dunklem Gewitterhimmel als Symbol für Elementarschäden durch Naturgewalten
Ratgeber für Mieter, Eigentümer & Neuankömmlinge

Elementarschadenversicherung: Was ist ein Elementarschaden?

Ein Elementarschaden ist ein Schaden an Haus oder Wohnung durch Naturgewalten wie Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdbeben oder Erdrutsch. Diese Risiken stecken nicht in der normalen Wohngebäude- oder Hausratversicherung. Du sicherst sie über den Zusatzbaustein Elementarschutz ab.

Lohnt sich der Schutz?
meinetarife24 Redaktion
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Elementarschaden entsteht durch erweiterte Naturgefahren: Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch.
  • Sturm und Hagel sind keine Elementarschäden. Sie sind schon in der normalen Wohngebäude- und Hausratversicherung enthalten.
  • Der Elementarschutz ist ein freiwilliger Zusatzbaustein, keine Pflicht (Stand 2026). Du musst ihn aktiv dazubuchen.
  • Eigentümer sichern damit das Gebäude ab, Mieter ihren Hausrat. Beide buchen den Schutz separat.
  • Laut GDV (Naturgefahrenreport 2025) sind erst 57 Prozent der Wohngebäude gegen Elementargefahren versichert.

Neu in Deutschland? In vielen Ländern ist der Schutz vor Naturkatastrophen automatisch in der Hausversicherung enthalten. In Deutschland nicht. Hier musst du den Elementarschutz bewusst dazu wählen, sonst zahlst du Überschwemmung oder Rückstau im Schadensfall selbst.

Was ist ein Elementarschaden?

Versicherer fassen unter „erweiterten Elementargefahren" acht Naturereignisse zusammen. Sie kommen seltener vor als ein Rohrbruch, richten dafür aber schnell sehr hohe Schäden an. Genau diese acht Punkte deckt der Elementarschutz ab.

Überschwemmung & Starkregen

Hochwasser von Flüssen sowie Starkregen, der dein Grundstück überflutet.

Rückstau

Wasser, das bei Starkregen aus der überlasteten Kanalisation zurück ins Haus drückt.

Erdrutsch & Erdsenkung

Abrutschende Erdmassen und Absackungen des Bodens durch natürliche Hohlräume.

Schneedruck & Lawinen

Schäden durch Schneelast auf dem Dach sowie abgehende Lawinen.

Erdbeben & Vulkanausbruch

Erderschütterungen und Vulkanausbrüche samt ihrer direkten Folgen am Gebäude.

Was ist versichert, was nicht?

Der häufigste Irrtum: Viele glauben, ihre Gebäude- oder Hausratversicherung decke jeden Wetterschaden ab. Sie tut es nicht. Diese Tabelle zeigt dir die Grenze.

Schon in der Basis enthalten

  • Sturm (ab Windstärke 8, ca. 62 km/h)
  • Hagel
  • Feuer und Blitzschlag
  • Leitungswasser und Rohrbruch

Nur mit Elementarschutz

  • Überschwemmung und Starkregen
  • Rückstau aus der Kanalisation
  • Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch
  • Schneedruck, Lawinen, Vulkanausbruch

Meist nicht versicherbar

  • Grundwasser ohne Überschwemmung
  • Sturmflut (bei den meisten Tarifen)
  • Vorsätzlich verursachte Schäden
  • Schäden durch Bergbau

Wichtig beim Rückstau: Viele Tarife zahlen nur, wenn du funktionierende Rückschlagklappen eingebaut hast. Das ist eine sogenannte Obliegenheit. Fehlen sie oder sind sie defekt, kann der Versicherer die Leistung kürzen. Quelle: Verbraucherzentrale.

Mieter oder Eigentümer: Wer braucht was?

Elementarschutz brauchen beide, aber für unterschiedliche Verträge. Der Unterschied ist einfach, wenn man ihn einmal erklärt bekommt.

Du besitzt das Haus

Dann brauchst du eine Wohngebäudeversicherung und buchst den Elementarschutz als Zusatz dazu. Versichert ist dann die Bausubstanz: Mauern, Dach, fest verbaute Teile, Heizung.

Du wohnst zur Miete

Dann sichert deine Hausratversicherung deine Möbel und Sachen ab, ebenfalls mit Elementar-Zusatz. Besonders sinnvoll im Erdgeschoss, im Souterrain oder wenn du einen Keller nutzt.

ZÜRS-Zonen: So findest du dein Risiko heraus

Versicherer ordnen jede Adresse über ZÜRS Geo ein, das „Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen" des GDV. Es gibt vier Gefährdungsklassen. Je höher die Klasse, desto teurer wird der Schutz.

GK 1
Sehr geringes Risiko

Hochwasser statistisch seltener als alle 200 Jahre. Günstigste Beiträge, Abschluss meist problemlos.

GK 2
Geringes Risiko

Hochwasser etwa alle 100 bis 200 Jahre möglich. Noch moderate Konditionen.

GK 3
Erhöhtes Risiko

Hochwasser alle 10 bis 100 Jahre. Höhere Beiträge, oft mit Selbstbeteiligung oder Auflagen.

GK 4
Hohes Risiko

Hochwasser häufiger als alle 10 Jahre. Schwer versicherbar, hohe Beiträge und Auflagen.

Selbst prüfen: Mit dem kostenlosen Naturgefahren-Check des GDV kannst du das Hochwasser- und Starkregenrisiko für deine Adresse grob einschätzen, bevor du Angebote vergleichst.

Elementarschadenversicherung vergleichen

Gib deine Eckdaten ein und sieh, welche Gebäudeversicherung mit Elementarschutz zu deiner Adresse passt. Kostenlos und unverbindlich.

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Werbehinweis: meinetarife24 finanziert sich über Partnerlinks. Schließt du über unseren Vergleich einen Vertrag ab, erhalten wir unter Umständen eine Provision, ohne dass für dich zusätzliche Kosten entstehen. Alle Preisangaben sind unverbindliche Orientierungswerte (Stand 2026) und hängen von Tarif, Gebäudewert, Wohnort und ZÜRS-Zone ab.

Datenquelle & Transparenz

Die Tarifdaten auf dieser Seite werden in Echtzeit von Tarifcheck bereitgestellt. Wir greifen nicht in die Preise, Rankings oder Darstellung der Ergebnisse ein.

Unsere Rolle:

Wir bieten redaktionelle Erklärungen und Entscheidungshilfen. Die eigentliche Tarifberechnung und Vermittlung erfolgt durch unsere Partner.

Was wir nicht abdecken:

Nicht alle Anbieter am Markt sind in diesem Vergleich enthalten. Regionale Anbieter oder spezialisierte Tarife können fehlen.

Was kostet der Elementarschutz?

Der Elementarschutz hat keinen festen Preis. Er kommt als prozentualer Aufschlag auf den Grundbeitrag deiner Wohngebäude- oder Hausratversicherung dazu. Laut einem Finanztip-Test (Jahreswechsel 2024/2025) reicht dieser Aufschlag je nach Adresse von knapp 10 Prozent bis über 360 Prozent. In risikoarmen Lagen (ZÜRS-Zone 1) zahlst du am wenigsten, in Hochrisikolagen am meisten.

Was den Schutz lohnenswert macht, sind die Schadenssummen. Der durchschnittliche Elementarschaden am Wohngebäude lag 2023 bei rund 5.954 Euro pro Fall (GDV-Statistik). In Extremjahren wird es deutlich teurer: Bei der Flut 2021 lagen die Durchschnittsschäden in den hohen Gefährdungsklassen klar über 50.000 Euro, im besonders betroffenen Kreis Ahrweiler sogar bei rund 210.000 Euro pro Wohngebäude (GDV). Ohne Versicherung trägst du diese Summen selbst.

Deinen konkreten Beitrag siehst du nur im Vergleich, weil er von Gebäudewert, Wohnort und Zone abhängt. Ob sich der Schutz für dich rechnet, rechnen wir im Ratgeber zur Elementarversicherung genauer durch.

Was tun nach einem Elementarschaden?

  1. 1Bring zuerst dich und deine Familie in Sicherheit. Sachwerte sind ersetzbar, Menschen nicht.
  2. 2Dokumentiere alles mit Fotos und Videos, bevor du aufräumst. Das ist dein wichtigster Nachweis.
  3. 3Melde den Schaden umgehend deiner Versicherung, am besten noch am selben Tag.
  4. 4Führe nur sichere Sofortmaßnahmen durch, etwa Wasser abpumpen, um Folgeschäden zu begrenzen.
  5. 5Wirf beschädigte Gegenstände nicht weg, bevor ein Gutachter sie gesehen hat.
  6. 6Beginne größere Reparaturen erst, wenn die Versicherung grünes Licht gibt.

Wird Elementarschutz zur Pflicht?

Stand Mitte 2026 gibt es keine bundesweite Pflicht zur Elementarschadenversicherung. Der Koalitionsvertrag von 2025 sieht eine solche Pflicht für neue Gebäudeverträge vor, ein Gesetz oder ein fester Zeitplan wurden aber bisher nicht beschlossen. Die Debatte läuft also, mehr nicht.

Verlass dich auch nicht darauf, dass der Staat im Ernstfall einspringt. Die Ministerpräsidentenkonferenz hat 2017 beschlossen, Hilfen über die Soforthilfe hinaus künftig vor allem denen zu gewähren, die sich vergeblich um Versicherungsschutz bemüht haben. Das ist ein politischer Beschluss, kein Gesetz. Nach der Flut 2021 wurden Aufbauhilfen zwar unabhängig vom Versicherungsstatus gezahlt, doch darauf bauen kann man nicht. Wer freiwillig versichert ist, steht im Schadensfall klar besser da.

Begriffe für Neuankömmlinge / Key terms

Wichtige deutsche Versicherungsbegriffe

Elementarschaden
Natural-hazard damage / Doğal afet hasarı
Elementarschutz
Natural-hazard add-on / Doğal afet ek teminatı
Wohngebäudeversicherung
Building insurance / Bina sigortası
Hausratversicherung
Contents insurance / Ev eşyası sigortası
Rückstau
Sewage backflow / Kanalizasyon geri tepmesi
Überschwemmung
Flooding / Su baskını
Selbstbeteiligung
Deductible / Muafiyet tutarı
Obliegenheit
Policyholder duty / Sigortalı yükümlülüğü

Häufige Fragen zum Elementarschaden

Was ist ein Elementarschaden genau?

Ein Elementarschaden ist ein Schaden an Gebäude oder Hausrat durch erweiterte Naturgefahren: Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch. Diese acht Gefahren sind in der normalen Wohngebäude- oder Hausratversicherung nicht enthalten. Du sicherst sie über den Zusatzbaustein Elementarschutz ab.

Sind Sturm und Hagel Elementarschäden?

Nein. Sturm (ab Windstärke 8, also etwa 62 km/h), Hagel, Feuer und Leitungswasser stecken bereits in jeder Standard-Wohngebäude- und Hausratversicherung. Als "erweiterte Elementargefahren" gelten nur Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch. Quelle: Verbraucherzentrale.

Brauche ich Elementarschutz als Mieter oder als Eigentümer?

Beide, aber für unterschiedliche Dinge. Als Eigentümer sicherst du das Gebäude über die Wohngebäudeversicherung ab, als Mieter deinen Hausrat über die Hausratversicherung. In beiden Fällen ist der Elementarschutz ein freiwilliger Zusatz, den du aktiv dazubuchen musst. Gerade in Erdgeschoss- und Souterrainwohnungen lohnt er sich für Mieter.

Wie teuer ist der Elementarschutz?

Der Elementarschutz wird als Aufschlag auf den Grundbeitrag deiner Wohngebäude- oder Hausratversicherung berechnet. Laut Finanztip-Test (Jahreswechsel 2024/2025) liegt dieser Aufschlag je nach Adresse zwischen knapp 10 Prozent und mehr als 360 Prozent. In risikoarmen Lagen (ZÜRS-Zone 1) ist er am günstigsten, in Hochrisikolagen am teuersten. Ein Vergleich zeigt dir deinen konkreten Beitrag.

Was tun nach einem Elementarschaden?

Bring zuerst Personen in Sicherheit. Dann dokumentiere den Schaden mit Fotos und Videos, melde ihn umgehend deiner Versicherung und führe nur sichere Sofortmaßnahmen durch (zum Beispiel Wasser abpumpen). Wirf beschädigte Sachen nicht weg, bevor ein Gutachter sie gesehen hat, und beginne größere Reparaturen erst nach Freigabe durch den Versicherer.

Ist die Elementarschadenversicherung Pflicht?

Stand Mitte 2026 gibt es keine bundesweite Pflicht zur Elementarschadenversicherung. Der Koalitionsvertrag von 2025 sieht eine Pflicht für neue Verträge vor, ein Gesetz oder ein konkreter Zeitplan wurden aber bisher nicht beschlossen. Laut GDV (Naturgefahrenreport 2025) sind erst 57 Prozent der Wohngebäude in Deutschland gegen Elementargefahren versichert.

Wo finde ich heraus, in welcher Risikozone mein Haus liegt?

Versicherer ordnen jede Adresse über das GDV-System ZÜRS Geo einer von vier Gefährdungsklassen zu (GK1 bis GK4). Mit dem kostenlosen Naturgefahren-Check des GDV kannst du das Hochwasser- und Starkregenrisiko für deine Adresse selbst grob einschätzen, bevor du Angebote vergleichst.

Schütze dein Zuhause vor Naturgewalten

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Quellen: GDV (Naturgefahrenreport 2025, ZÜRS Geo), Verbraucherzentrale, Finanztip (Test Jahreswechsel 2024/2025). Angaben ohne Gewähr, Stand 2026. Weiter zu Elementarversicherung im Vergleich, Wohngebäudeversicherung und Versicherungsvergleich.