Girokonto Vergleich 2026
Kostenloses Konto für Newcomer, Studierende und Expats in Deutschland
Ein Girokonto in Deutschland zu öffnen ist einfacher, als die meisten Neuankömmlinge denken. Dieser Vergleich zeigt dir, welche Banken 2026 wirklich keine Kontoführungsgebühren verlangen, welche Bedingungen daran hängen und worauf du achten musst, wenn du keinen festen Wohnsitz hast oder deine Schufa noch leer ist. Wir erklären die Regeln, du triffst die Entscheidung.

Das Wichtigste in Kürze
- Kostenlos heißt fast nie bedingungslos. Banken wie DKB, ING oder C24 Bank verlangen meist einen monatlichen Geldeingang von 700–1.000 Euro oder ein Höchstalter von 28 Jahren.
- Jeder hat Anspruch auf ein Basiskonto. Nach §§ 31–46 ZKG darf dir keine Bank ein Basiskonto wegen negativer Schufa, fehlendem Wohnsitz oder Aufenthaltstitel verweigern.
- Einlagen bis 100.000 Euro sind geschützt (EinSiG). Bei privaten Banken trägt diesen Schutz die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), Sparkassen sichern über das DSGV-System ab.
- Kontowechsel dauert im Schnitt 12 Geschäftstage und wird gesetzlich unterstützt (§ 22 ZKG). Die neue Bank überträgt Lastschriften und Daueraufträge.
- Newcomer brauchen vor allem drei Dinge: einen gültigen Ausweis oder Aufenthaltstitel, eine deutsche Anmeldung (Bürgeramt) und etwas Geduld beim Video-Ident.
Wichtige Begriffe auf einen Blick
Beliebte Girokonten 2026 im Überblick
Diese Übersicht orientiert sich an den aktuellen Bedingungen der jeweiligen Banken (Stand: Mai 2026). Konditionen können sich ändern; entscheidend sind immer die Angaben auf der Bank-Website oder im offiziellen BaFin-Kontenvergleich.
| Bank | Kontoführung | Bedingung | Karten | Eignung für Newcomer |
|---|---|---|---|---|
| DKB | 0 € bei Aktivkundenstatus | ≥ 700 € Geldeingang/Monat oder unter 28 | Visa Debit, optional Girocard | Sehr gut, Video-Ident auf Englisch verfügbar |
| ING | 0 € bei Bedingung | ≥ 1.000 € Geldeingang/Monat oder unter 28 | Visa Card, optional Girocard | Gut, App in Englisch verfügbar |
| C24 Bank | 0 € im Smart-Konto | Ohne Mindestgeldeingang | Mastercard Debit | Gut, vollständig digital (Smartphone-App) |
| N26 | 0 € im Standardkonto | Ohne Mindestgeldeingang | Mastercard Debit | Sehr gut, mehrsprachige App (DE/EN/TR u.a.) |
| Norisbank | 0 € im Top-Girokonto | ≥ 500 € Geldeingang/Monat | Mastercard Debit, optional Girocard | Solide, deutschsprachig |
| Sparkasse | Meist 4–11 €/Monat | Variiert je nach regionaler Sparkasse | Girocard, optional Kreditkarte | Stark bei Filialberatung vor Ort |
Bedingungen Stand Mai 2026; Quelle: Bank-Webseiten und kontenvergleich.bafin.de. Wir nennen keine Testsieger und bekommen keine redaktionelle Vergütung dafür, dass eine Bank in dieser Tabelle steht.
Was kostet ein Girokonto wirklich?
“Kostenlos” bedeutet bei Direktbanken in Deutschland meistens: keine Grundgebühr, solange du eine Bedingung erfüllst. Sobald die Bedingung wegfällt, fällt eine monatliche Gebühr an. Filialbanken und Sparkassen verlangen häufig 4 bis 11 Euro pro Monat, oft mit niedrigeren Buchungsgebühren. Worauf du beim Vergleich achten solltest:
- Grundgebühr: monatlich oder jährlich. Bei vielen Direktbanken 0 Euro bei Erfüllung der Bedingung.
- Kartengebühren: Girocard meist 0 Euro, Kreditkarte (Visa/Mastercard) je nach Bank 0 bis 40 Euro/Jahr.
- Bargeldabhebung: im eigenen Netz frei. Fremdgebühren liegen oft bei 2–6 Euro pro Abhebung. Direktbanken erstatten teilweise.
- Auslandsnutzung: Innerhalb SEPA gleiche Konditionen wie Inland (EU-Verordnung 260/2012). Außerhalb SEPA können Fremdwährungsgebühren von 1–2 % anfallen.
- Echtzeit-Überweisung: seit 2025 dürfen Banken in der EU für SEPA-Instant keine höheren Entgelte als für reguläre SEPA-Überweisungen verlangen (VO 2024/886).
Tipp: Versteckte Kosten vergleichen
Eine Bank kann beim Kontomodell 0 Euro nennen, aber bei Auslandsabhebungen, Ersatzkarten oder gedruckten Kontoauszügen zugreifen. Lies vor der Kontoeröffnung das Preis-Leistungs-Verzeichnis durch — es muss frei zugänglich sein (§ 11 ZKG).
Basiskonto: dein Recht auf ein Konto
Geregelt im Zahlungskontengesetz (ZKG), §§ 31–46
Seit 2016 hat in Deutschland jede Person mit rechtmäßigem Aufenthalt das Recht auf ein Basiskonto. Das gilt auch für Asylsuchende, Geduldete und Wohnungslose. Banken dürfen den Antrag nur aus den im § 35 ZKG abschließend genannten Gründen ablehnen, etwa wenn bereits ein anderes Konto existiert oder die Bank im Einzelfall einen schweren Straftatbestand nachweist.
Wer hat Anspruch?
- EU-Bürger und Drittstaatsangehörige mit Aufenthaltsrecht
- Asylsuchende und Geduldete
- Personen ohne festen Wohnsitz
- Personen mit negativer Schufa
Was du tun musst
- Schriftlichen Antrag bei der Bank stellen
- Identitätsnachweis nach § 10 GwG vorlegen
- Bank muss binnen 10 Geschäftstagen entscheiden
- Bei Ablehnung: Beschwerde bei der BaFin möglich
Hinweis zu den Gebühren: Basiskontogebühren müssen “angemessen” sein (§ 41 ZKG). Eine feste Obergrenze legt das Gesetz nicht fest. Der Bundesgerichtshof hat 2020 entschieden (XI ZR 119/19), dass Banken die Kosten nicht ausschließlich auf Basiskonto-Inhaber umlegen dürfen. Bei Streitfällen hilft die Verbraucherzentrale oder die zuständige Schlichtungsstelle.
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Der Vergleich ist kostenlos und unverbindlich. Du gibst Geldeingang, gewünschte Karte und Filialnähe ein, und siehst passende Angebote. Wir verdienen eine Provision, wenn du über unseren Vergleich ein Konto eröffnest — das beeinflusst die angezeigten Ergebnisse nicht.
Girokonto für Ausländer in Deutschland
Wenn du gerade nach Deutschland gezogen bist, kann die Kontoeröffnung zunächst hängen — meist fehlt eine Schufa-Historie oder die Anmeldung beim Bürgeramt ist noch nicht durch. Was hilft:
Vor der Anmeldung
Direktbanken wie N26 oder Revolut akzeptieren oft eine ausländische Adresse für den ersten Antrag. Du kannst die deutsche Adresse später hinzufügen. Achtung: Für SEPA-Lastschriften brauchst du in der Regel eine deutsche IBAN, die du erst nach Anmeldung bekommst.
Nach der Anmeldung
Mit Meldebescheinigung und Aufenthaltstitel hast du Zugang zu fast allen Banken. Für DKB, ING und C24 Bank reicht ein Video-Ident in deutscher oder englischer Sprache. Die Karten kommen meist innerhalb von 5 Werktagen.
Studierende profitieren von Sonderkonditionen bei DKB, ING und vielen Sparkassen — meist entfällt die Bedingung “Mindestgeldeingang”, solange du unter 28 bist. Lies dazu auch unseren Ratgeber Sperrkonto für Studienvisum (Pflicht bei vielen Studierenden-Visa) und den Kreditkarten-Vergleich für unkomplizierte Zusatzkarten.
Pfändungsschutzkonto (P-Konto)
Wenn dein Konto gepfändet wird, kannst du es jederzeit in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln lassen (§ 850k ZPO). Innerhalb des Grundfreibetrags bleibt dein Guthaben pfändungsfrei. Die Bank darf dafür keinen höheren Preis verlangen als für ein vergleichbares Standardkonto.
Quelle: Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 80 vom 26.03.2026; Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung. Unterhaltspflichtige erhöhen sich um 597,42 € (1. Person) bzw. 332,72 € (weitere Personen).
Ist mein Geld sicher? Die Einlagensicherung
Alle in Deutschland zugelassenen Banken stehen unter Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nach § 6 KWG. Im Insolvenzfall greift die gesetzliche Einlagensicherung nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG): bis 100.000 Euro pro Person und Institut. Trägerin ist je nach Banktyp:
Viele Privatbanken nehmen zusätzlich am freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes teil, der über die gesetzliche Grenze hinaus absichert. Prüfen kannst du das auf bafin.de und bei der jeweiligen Bank.
Girokonto wechseln in 12 Werktagen
Ein Kontowechsel ist seit 2016 gesetzlich geregelt (§ 22 ZKG). Die neue Bank holt Lastschriften und Daueraufträge bei der alten Bank ein und informiert deine Zahlungspartner. So gehst du vor:
- Neues Konto eröffnen. Direktbanken meist online per Video-Ident in 10 Minuten.
- Kontowechselservice ausfüllen. Du autorisierst die neue Bank, die alte zu kontaktieren.
- Daueraufträge und Lastschriften übertragen. Die Banken erledigen das untereinander.
- Arbeitgeber und Vertragspartner informieren. Vermieter, Versicherung, Strom, Telekom.
- Altes Konto schließen. Erst wenn alle Buchungen sicher auf dem neuen Konto laufen — meist nach 4–6 Wochen.
Sonderkündigungsrecht: Wenn deine Bank Gebühren erhöht oder wesentliche Konditionen ändert, kannst du fristlos kündigen. Die Bank muss dich mindestens 2 Monate vorher informieren. Schweigen gilt nicht mehr als Zustimmung — nach dem BGH-Urteil XI ZR 26/20 (April 2021) braucht die Bank eine aktive Einwilligung.
Hilfreiche unabhängige Quellen
Wenn du die Konditionen einer Bank gegenchecken möchtest, helfen diese unabhängigen Stellen:
- BaFin-Kontenvergleich — offizielles Vergleichsportal mit etwa 6.900 Girokonto-Modellen
- Stiftung Warentest (test.de) — Finanztest veröffentlicht jährlich Girokonto-Tests
- Finanztip Girokonto-Ratgeber — werbefreie Stiftung mit Saidi-Empfehlungen
- Verbraucherzentrale — bei Streit mit der Bank oder unklaren Klauseln
- Zahlungskontengesetz (ZKG) — Volltext des Gesetzes mit Basiskonto-Regelungen
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Girokonto?▼
Ein Girokonto ist dein laufendes Bankkonto in Deutschland. Du nutzt es für Gehaltseingang, Mietzahlung, SEPA-Überweisungen und Kartenzahlungen. Rechtsgrundlage ist der Zahlungsdiensterahmenvertrag nach § 675f BGB. Jede in Deutschland ansässige Person hat zudem Anspruch auf ein Basiskonto nach §§ 31–46 ZKG, auch ohne festen Wohnsitz oder mit negativer Schufa.
Welche Girokonten sind 2026 wirklich kostenlos?▼
2026 bieten unter anderem DKB, ING, C24 Bank und Norisbank ein Girokonto ohne Kontoführungsgebühren, meist gekoppelt an einen monatlichen Mindestgeldeingang (oft 700–1.000 Euro) oder ein Höchstalter von 28 Jahren. Wir empfehlen, die aktuellen Bedingungen direkt bei der jeweiligen Bank zu prüfen und bei Bedarf den offiziellen BaFin-Kontenvergleich (kontenvergleich.bafin.de) als unabhängige Zweitquelle zu nutzen.
Kann ich als Ausländer in Deutschland ein Girokonto eröffnen?▼
Ja. Für die Eröffnung brauchst du in der Regel einen gültigen Ausweis oder Aufenthaltstitel und eine deutsche Meldeadresse (Anmeldung beim Bürgeramt). Direktbanken nutzen meist Video-Ident. Hast du keinen festen Wohnsitz oder eine negative Schufa, greift das Basiskonto-Recht nach § 31 ZKG — die Bank darf den Antrag nur aus den in § 35 ZKG genannten Gründen ablehnen.
Wie wechsle ich mein Girokonto zu einer anderen Bank?▼
Banken sind nach § 22 ZKG verpflichtet, beim Kontowechsel zu unterstützen. Du füllst bei der neuen Bank den Kontowechselservice aus, der Lastschriften und Daueraufträge auf das neue Konto überträgt. Der Prozess dauert im Regelfall 12 Geschäftstage. Den Antrag kannst du online stellen.
Was ist ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto)?▼
Ein P-Konto schützt einen monatlichen Grundfreibetrag vor Pfändung (§ 850k ZPO). Bis 30.06.2026 liegt der Freibetrag bei 1.560,00 Euro pro Monat, ab 01.07.2026 steigt er auf 1.589,99 Euro (BGBl. 2026 I Nr. 80). Jede natürliche Person kann ihr bestehendes Girokonto jederzeit in ein P-Konto umwandeln lassen.
Wie hoch ist die Einlagensicherung in Deutschland?▼
Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Guthaben bis 100.000 Euro pro Person und Institut (EinSiG). Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) trägt diesen Schutz bei privaten Banken, die EdÖ bei öffentlichen Banken; Sparkassen sichern über das institutsbezogene Sicherungssystem des DSGV ab, Genossenschaftsbanken über den BVR.
Brauche ich eine Schufa-Auskunft für mein Girokonto?▼
Für reguläre Girokonten prüfen Banken meist die Schufa, vor allem wenn ein Dispokredit vergeben werden soll. Für ein Basiskonto nach §§ 31–46 ZKG darf die Bank den Antrag aber nicht wegen einer negativen Schufa ablehnen. Eine Identitätsprüfung nach § 10 GwG (Geldwäschegesetz) bleibt in jedem Fall Pflicht.
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