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Kfz-Versicherung verstehen
Ratgeber für Neuankömmlinge in Deutschland

KFZ VersicherungsklasseTypklasse, SF-Klasse und Regionalklasse erklärt

Die KFZ Versicherungsklasse bestimmt, wie viel du für dein Auto zahlst. Hier erfährst du alles über Typklasse, Regionalklasse und SF-Klasse, damit du durchaus Hunderte Euro pro Jahr sparen kannst.

Typklasse
10-34 (Fahrzeug)
Regionalklasse
1-12 (Wohnort)
SF-Klasse
0-35+ (Erfahrung)

Stand: 9. September 2026 · Redaktion meinetarife24

Die KFZ Versicherungsklasse besteht aus drei Teilen: Typklasse (für dein Fahrzeug, 10 bis 34), Regionalklasse (für deinen Wohnort, 1 bis 12 in der Haftpflicht) und SF-Klasse (für deine Fahrerfahrung, 0 bis 35+). Jede Klasse wirkt einzeln auf deinen Beitrag. Zusammen entscheiden sie, wie viel du im Jahr zahlst.

Das Wichtigste in Kürze

Die KFZ Versicherungsklasse bestimmt, wie viel du für deine Autoversicherung zahlst. Je besser deine Klassen, desto günstiger wird es.

  • Typklasse (10-34): Definiert, wie teuer dein Fahrzeugmodell in der Versicherung ist. Niedrigere Klassen bedeuten günstigere Beiträge.
  • Regionalklasse (1-12): Richtet sich nach deinem Zulassungsort. Städte haben höhere Klassen als ländliche Regionen.
  • Schadenfreiheitsklasse (SF 0 bis SF 35+): Deine persönliche Klasse basiert auf deinem unfallfreien Fahren. Jedes Jahr ohne Schaden verbessert deine Einstufung.
  • eVB-Nummer: Ein siebenstelliger Code, den du bei der Zulassung vorweisen musst. Du bekommst ihn von deiner Versicherung.
  • Spartipp: Mit SF-Klasse 10 oder höher kannst du bis zu 55 Prozent Beitragsnachlass erhalten.

Tipp für Neuankömmlinge

Als Neuankömmling in Deutschland startest du automatisch in der SF-Klasse 0. Das bedeutet höhere Beiträge zu Beginn. Aber keine Sorge: Mit jedem unfallfreien Jahr verbessert sich deine Einstufung, und deine Beiträge sinken. Innerhalb weniger Jahre kannst du erheblich sparen.

Wichtige Begriffe erklärt

Versicherungsklasse = Versicherungseinstufung
Typklasse = Fahrzeugbewertung (Klasse 10-34)
Regionalklasse = Ortsbewertung (Klasse 1-12)
Schadenfreiheitsklasse (SF) = Fahrerbonus für unfallfreies Fahren
Rückstufung = Verschlechterung nach einem Unfall
GDV = Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft

Was sind KFZ Versicherungsklassen?

KFZ Versicherungsklassen sind Kategorien, die Versicherungen verwenden, um das Risiko eines Fahrzeugs und eines Fahrers einzuschätzen. Sie bestimmen direkt, wie hoch dein Versicherungsbeitrag ausfällt. Es gibt in Deutschland drei verschiedene Klassen, die jeweils einen anderen Aspekt deiner persönlichen Situation abbilden.

Die Typklasse beschreibt, wie teuer ein bestimmtes Fahrzeugmodell in der Versicherung ist. Sportwagen haben typischerweise hohe Typklassen, während Kleinwagen oft in niedrigen Klassen eingestuft werden. Die Regionalklasse richtet sich nach deinem Wohnort und berücksichtigt, wie häufig in deiner Region Schäden gemeldet werden. Die Schadenfreiheitsklasse wiederum hängt von deinem persönlichen Fahrverhalten ab: Fährst du lange unfallfrei, wird deine Klasse besser und du zahlst weniger.

Jede dieser Klassen arbeitet unabhängig von den anderen. Das bedeutet: Selbst wenn du ein günstiges Fahrzeug hast und in einer guten Region wohnst, kannst du trotzdem einen hohen Beitrag zahlen, wenn deine Schadenfreiheitsklasse niedrig ist. Umgekehrt gilt dasselbe. Die drei Klassen multiplizieren sich gewissermaßen: Nur wenn du in allen dreien gut liegst, wird deine Versicherung wirklich günstig.

Warum Klassen für Neuankömmlinge wichtig sind

Als Neuankömmling in Deutschland startest du automatisch in der SF-Klasse 0. Das bedeutet hohe Beiträge zu Beginn. Aber keine Sorge: Mit jedem unfallfreien Jahr verbessert sich deine Einstufung, und deine Beiträge sinken. Innerhalb weniger Jahre kannst du erheblich sparen. Der GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) hat das System entwickelt und aktualisiert es jährlich.

Die Typklasse (10 bis 34)

Was ist die Typklasse?

Die Typklasse, oft auch als Fahrzeugklasse bezeichnet, ordnet jedes Fahrzeugmodell in eine von 25 Stufen ein. Die Skala reicht von Klasse 10 (günstigste Einstufung) bis Klasse 34 (teuerste Einstufung). Je niedriger die Klasse, desto günstiger wirkt sich das auf deinen Versicherungsbeitrag aus.

Die Einstufung basiert auf Statistiken des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Dabei berücksichtigt der GDV unter anderem die Reparaturkosten des Modells, die Diebstahlhäufigkeit und die Unfallstatistiken.

Drei getrennte Typklassen

Jedes Fahrzeug hat drei separate Typklassen. Eine für jede Versicherungsart:

  • HP
    Haftpflicht (Klasse 10-25)
  • TK
    Teilkasko (Klasse 10-33)
  • VK
    Vollkasko (Klasse 10-34)
TypklasseBeispielmodelleTypische Einstufung
10-12
VW Polo, Toyota Yaris, Fiat PandaSehr günstig, niedrige Reparaturkosten
13-16
VW Golf, Opel Astra, Ford FocusMittlere Einstufung, häufige Modelle
17-22
BMW 3er, Mercedes C-Klasse, Audi A4Höhere Reparaturkosten, gehobene Modelle
23-28
BMW 5er, Mercedes E-Klasse, Porsche 911Teure Ersatzteile, leistungsstarke Modelle
29-34
Sportwagen, Luxusfahrzeuge, SupersportlerSehr hohe Einstufung, teure Schäden

Du kannst die Typklasse für dein konkretes Fahrzeug beim GDV über den offiziellen Typklassen-Rechner abfragen. Dort gibst du deine Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) ein und erhältst sofort die Zuordnung. Das ist besonders hilfreich, wenn du zwischen verschiedenen Fahrzeugmodellen schwankst und die Versicherungskosten von Anfang an in deine Entscheidung einbeziehen willst.

E-Auto Vorteil bei der Typklasse

Elektrofahrzeuge (E-Autos) haben in der Haftpflicht-Typklasse statistisch oft niedrigere Werte als vergleichbare Verbrenner, in Voll- und Teilkasko liegen sie wegen teurer Akku-Reparaturen aber meist höher. Der ADAC und der GDV belegen das in den aktuellen Daten.

Wenn du speziell ein E-Auto versichern willst (Akku-Schutz, Wallbox, THG-Quote, BAFA-Foerderung 2026), lies unseren spezialisierten Ratgeber Elektroauto-Versicherung 2026: Akku, Wallbox & Steuer. Diese Seite hier fokussiert auf die generelle Klassifizierungslogik für alle Fahrzeugtypen.

Die Regionalklasse (1 bis 12)

Die Regionalklasse richtet sich nach deinem Zulassungsort, also der Stadt oder Gemeinde, in der du dein Fahrzeug registrierst. Das Prinzip dahinter ist einfach: In Regionen mit vielen Verkehrsunfällen, Diebstählen oder Sachschäden zahlen alle Fahrer mehr, weil die Versicherung insgesamt mehr Schäden regulieren muss. Die Skala reicht von Klasse 1 (günstigste Regionen) bis Klasse 12 (teuerste Regionen).

Günstige Regionen (Klasse 1-4)

  • Celle, Lüneburg (Niedersachsen)
  • Uckermark, Prignitz (Brandenburg)
  • Nordfriesland (Schleswig-Holstein)
  • Eifelregion (Rheinland-Pfalz)

Teure Regionen (Klasse 9-12)

  • Berlin Mitte, Berlin Charlottenburg
  • Hamburg Innenstadt
  • München Innenstadt
  • Frankfurt am Main

Drei getrennte Regionalklassen

Die Skala 1 bis 12 gilt für die Haftpflicht. In den Kaskoversicherungen sind die Werte anders gestaffelt:

  • HP
    Haftpflicht: Klasse 1 bis 12
  • TK
    Teilkasko: Klasse 1 bis 16
  • VK
    Vollkasko: Klasse 1 bis 9

Quelle: GDV

Regionalklassen: der aktuelle Stand

Der GDV hat seine Regionalstatistik am 9. September 2026 neu veröffentlicht. Für 5,2 Millionen Autofahrende aus 63 Zulassungsbezirken verbessert sich die Regionalklasse in der Haftpflicht, für 4,8 Millionen aus 46 Bezirken steigt sie. Für die große Mehrheit ändert sich nichts: In 304 Bezirken mit mehr als 32 Millionen Fahrenden bleibt die Einstufung gleich. Insgesamt gibt es 413 Zulassungsbezirke.

Quelle: GDV-Regionalstatistik, Stand 9. September 2026. Die Einstufung ist für die Versicherer unverbindlich und gilt ab dem nächsten Versicherungsjahr.

Wo sich 2026 am meisten bewegt hat

Die Schadenbilanz eines Bezirks schwankt von Jahr zu Jahr, und die Ausschläge sind größer, als viele erwarten. In der aktuellen Statistik hat Offenbach erneut die schlechteste Bilanz: Die Schäden liegen dort fast 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Danach folgen Gelsenkirchen und Berlin. Am anderen Ende steht der brandenburgische Landkreis Elbe-Elster mit rund 33 Prozent weniger Schäden als im Bundesschnitt.

In der Kasko fallen die Änderungen kleiner aus. Rund 33 Millionen Fahrende behalten dort ihre bisherige Regionalklasse; für etwa 2,4 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherte ändert sich die Einstufung.

Ein Hinweis, der oft untergeht: Eine schlechtere Regionalklasse heißt nicht automatisch, dass dein Beitrag steigt. Die Regionalstatistik ist für die Versicherer unverbindlich, und jeder Anbieter rechnet sie anders in seinen Tarif ein. Was am Ende auf deiner Rechnung steht, siehst du erst im Vergleich.

Praktische Tipps zur Regionalklasse

Ein Umzug in eine günstigere Region kann spürbare Beitragsreduzierungen bringen. Allerdings ist die Regionalklasse nur einer von mehreren Faktoren. Wenn du etwa von einem Kleinwagen in einen Sportwagen wechselst, nützt dir auch die beste Regionalklasse wenig. Die ADAC-Experten empfehlen deshalb, bei einem Umzug innerhalb Deutschlands die Versicherungsbeiträge neu zu verhandeln und verschiedene Angebote zu vergleichen.

Zulassung auf dem Land

Wenn möglich, Fahrzeug in ländlichem Bezirk zulassen

Bei Umzug neu vergleichen

Deine Regionalklasse ändert sich automatisch

Zweitwohnsitz prüfen

Manche Versicherer akzeptieren Zweitwohnsitz

Deine Versicherungsklassen prüfen

Typklasse, Regionalklasse und SF-Klasse ergeben zusammen deinen Beitrag. Gib deine Daten ein und sieh deine Einstufung.

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Die Schadenfreiheitsklasse (SF 0 bis SF 35+)

Die SF-Klasse ist dein persönlicher Bonus für unfallfreies Fahren. Je länger ohne Schaden, desto günstiger! In der Regel startest du bei SF 0 oder SF 1, je nach Versicherer und Vertrag. Über die Jahre steigst du dann kontinuierlich auf.

SF-KlasseBeitragssatz (Grundbeitrag)Ersparnis gegenüber SF 0
SF 0
230 ProzentAusgangspunkt
SF 1
100 Prozent56 Prozent günstiger
SF 2
85 Prozent63 Prozent günstiger
SF 5
70 Prozent70 Prozent günstiger
SF 10
45 Prozent80 Prozent günstiger
SF 15
30 Prozent87 Prozent günstiger
SF 35+
20 Prozent91 Prozent günstiger

Beispielwerte zur Orientierung. Es gibt keine einheitliche SF-Tabelle: Jeder Versicherer legt seine Beitragssätze selbst fest, und die Spannen unterscheiden sich deutlich. Die Tabelle zeigt die Größenordnung des Rabatts, nicht den Tarif eines bestimmten Anbieters. Deinen tatsächlichen Satz findest du in deinem Versicherungsschein unter "Schadenfreiheitsklasse".

SF-Klasse übertragen: Du kannst deine SF-Klasse übertragen, zum Beispiel von Eltern an Kinder, zwischen Ehepartnern oder als Zweitwagen-Rabatt. So startest du nicht bei SF 0.

Rückstufung nach einem Unfall

Bei einem selbstverschuldeten Unfall stuft dich die Versicherung in der Regel um zwei bis drei SF-Stufen zurück. Bei einem Unfall mit Wildschaden auf der Autobahn oder bei Glasbruch sieht die Versicherung oft anders. Die Stiftung Warentest rät dazu, bei kleinen Schäden die Selbstbeteiligung zu zahlen und keinen Schaden zu melden, damit die SF-Klasse nicht sinkt.

SF-Klasse verbessern: So steigst du auf

Deine SF-Klasse verbessert sich auf drei Wegen: durch jedes unfallfreie Jahr, durch die Übernahme einer im Ausland gefahrenen Schadenfreiheitsklasse oder über einen Telematik-Tarif, der bis zu zwei Stufen schneller freischaltet.

  • Unfallfrei fahren: nach jedem schadenfreien Jahr steigst du in der Regel eine Stufe auf.
  • Klasse aus dem Ausland übertragen: mit Nachweis deiner früheren Versicherung.
  • Telematik-Tarif nutzen: bei konstant gutem Fahrverhalten bis zu zwei Stufen schneller.

Der einfachste Weg bleibt das Warten. Nach einem unfallfreien Jahr steigst du eine Stufe auf, bis du eine Obergrenze erreichst, ab der die Verbesserungen kleiner werden.

Ein Sonderfall ist die sogenannte Schadenfreiheitsklasse-Übernahme. Wenn du bereits in einem anderen Land Auto gefahren bist und dort eine längere Zeit unfallfrei warst, kannst du diese Klasse manchmal auf deinen deutschen Vertrag übertragen. Voraussetzung ist, dass du einen entsprechenden Nachweis deiner früheren Versicherung vorlegen kannst. Das ist besonders für Neuankömmlinge in Deutschland interessant, die bereits in ihrem Herkunftsland gefahren sind.

Ein weiterer Weg sind Telematik-Tarife. Dabei zeichnet eine App oder ein Stecker im Fahrzeug dein Fahrverhalten auf. Zeigst du konstant gutes Fahrverhalten, kannst du bis zu zwei SF-Stufen schneller aufsteigen. Das ist vor allem für Fahranfänger attraktiv, die nicht jahrelang warten wollen, bis sie in den Genuss niedrigerer Beiträge kommen. Die Stiftung Warentest hat verschiedene Telematik-Tarife getestet und kommt zu dem Ergebnis, dass sich vor allem für junge Fahrer ein Wechsel lohnen kann.

Wenn du als Fahranfänger startest, bieten viele Versicherer einen Fahranfängertarif an. Diese Tarife haben oft günstigere Einstiegsbeiträge als der normale SF-0-Tarif, dafür gelten aber strengere Regeln. Nach einem einzelnen Unfall kann dich die Versicherung sofort auf SF 0 oder sogar darunter zurückstufen. Informiere dich deshalb vor Vertragsabschluss genau über die Bedingungen.

Teilkasko versus Vollkasko: Wann lohnt sich was

Die Wahl zwischen Teilkasko und Vollkasko hängt von deinem Fahrzeug und deiner persönlichen Situation ab. Beide Varianten unterscheiden sich grundlegend in ihrem Leistungsumfang und damit auch im Beitrag.

Teilkasko

Deckt grundlegende Risiken ab, die du selbst kaum beeinflussen kannst.

  • Diebstahl (auch von Fahrzeugteilen)
  • Brandschäden
  • Wildschaden (inklusive Marderbiss)
  • Glassschäden
  • Sturm-, Hagel- und Überschwemmungsschäden

Die Teilkasko eignet sich vor allem für Fahrzeuge bis ca. 5 Jahre alt, die nicht mehr den Neuwagenpreis wert sind.

Vollkasko

Deckt zusätzlich Schäden am eigenen Fahrzeug ab, auch bei selbstverschuldeten Unfällen.

  • Alle Leistungen der Teilkasko
  • Selbstverschuldete Unfälle
  • Vandalismus (fremdverschuldet)
  • Parkschäden (unbekannter Verursacher)
  • Transport auf der Autobahn (Abschleppkosten)

Die Vollkasko eignet sich vor allem für Neuwagen und Fahrzeuge bis ca. 3 Jahre alt, für Leasingfahrzeuge und für teure Modelle.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt folgende Faustregel: Wenn der Wiederbeschaffungswert deines Autos unter dem Zweifachen des Jahresbeitrags für die Vollkasko liegt, lohnt sich der teurere Vollkaskoschutz finanziell nicht mehr. In diesem Fall reicht die Teilkasko aus. Für ein Auto mit einem Wert von 8.000 Euro würde das bedeuten: Liegt der Vollkaskobeitrag über 4.000 Euro pro Jahr, ist die Teilkasko die bessere Wahl.

eVB-Nummer: Was du wissen musst

Die eVB-Nummer ist ein siebenstelliger Code, den du bei der Kfz-Zulassung vorweisen musst. eVB steht für elektronische Versicherungsbestätigung. Sie zeigt der Zulassungsstelle, dass du eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung hast und das Fahrzeug zulassen darfst.

Du bekommst die eVB-Nummer von deiner Versicherung, sobald du den Vertrag abgeschlossen hast. In der Regel schickt dir deine Versicherung die Nummer per E-Mail oder Post, manchmal zeigt sie sie dir auch direkt nach dem Online-Abschluss an. Die Nummer ist fahrzeugbezogen: Wenn du ein neues Auto kaufst, brauchst du eine neue eVB-Nummer, auch wenn du bei derselben Versicherung bleibst.

Bei der Zulassung gibst du die eVB-Nummer zusammen mit deinen anderen Unterlagen ab. Die Zulassungsstelle prüft dann elektronisch, ob der Versicherungsschutz aktiv ist. Ohne gültige eVB-Nummer ist eine Zulassung nicht möglich. Das gilt auch dann, wenn du dein Fahrzeug nur ummelden willst.

Gültigkeit der eVB-Nummer

Wie lange eine eVB-Nummer gilt, legt dein Versicherer fest. Üblich sind drei bis sechs Monate. In dieser Zeit kannst du dein Fahrzeug zulassen. Läuft die Frist ab, forderst du einfach eine neue Nummer an. Das kostet nichts und geht meist sofort.

Telematik-Tarife: Das neue Element

Telematik-Tarife sind eine relativ neue Entwicklung in der Kfz-Versicherung. Bei diesen Tarifen erfasst eine App oder ein Stecker im Fahrzeug dein Fahrverhalten. Die Versicherung erhält dadurch Daten darüber, wie schnell du fährst, wie oft du bremst oder wie du durch Kurven navigierst.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Sicheres Fahren zahlt sich aus. Zeigst du über einen festgelegten Zeitraum, dass dein Fahrverhalten unauffällig ist, kannst du bis zu zwei SF-Stufen schneller aufsteigen. Das kann für Fahranfänger besonders interessant sein, die nicht jahrelang in der niedrigsten SF-Klasse bleiben wollen.

Die Versicherung nutzt die Daten dabei in der Regel nur, um den Rabatt zu berechnen. Sie kann nicht sehen, wo du genau fährst, sondern nur, wie du fährst. Trotzdem solltest du vor Vertragsabschluss die Datenschutzbestimmungen genau lesen. Auch die Stiftung Warentest hat sich verschiedene Telematik-Tarife angeschaut; ihr Fazit: Gerade für junge Fahrer kann sich ein Wechsel lohnen.

Ein weiterer Vorteil: Manche Versicherer bieten Telematik-Tarife auch für erfahrene Fahrer an, die ihre SF-Klasse halten wollen. Das kann sinnvoll sein, wenn du nah an einer Rückstufung bist und aktiv gegensteuern willst. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich je nach Versicherer, deshalb lohnt sich ein Vergleich.

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, haben wir einen separaten Ratgeber: Telematik-Tarife KFZ 2026: Anbieter, Apps und Rabatte im Vergleich. Dort findest du die wichtigsten App-Anbieter und konkrete Rabatt-Beispiele.

Externe Autoritätsquellen

GDV -- Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
ADAC -- Allgemeiner Deutscher Automobil-Club
Stiftung Warentest -- Unabhängige Verbraucherorganisation
Verbraucherzentrale -- Bundesweit tätige Verbraucherschutzorganisation
BaFin -- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Häufige Fragen zur KFZ Versicherungsklasse

Häufig gestellte Fragen

Deine SF-Klasse bleibt bei dir, nicht beim Fahrzeug. Wenn du ein neues Auto kaufst, geht deine bestehende SF-Klasse auf den neuen Vertrag über. Voraussetzung ist, dass zwischen dem Verkauf des alten und dem Kauf des neuen Fahrzeugs nicht mehr als ein Jahr liegt.

Ja, die SF-Klasse ist an dich als Person gebunden und nicht an den Versicherer. Wenn du den Anbieter wechselst, erkennt der neue Versicherer deine bisherige SF-Klasse an. Du brauchst dafür eine Bestätigung deiner bisherigen Versicherung.

Die einfachste Methode ist der GDV-Typklassen-Rechner auf der offiziellen Website des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft. Du gibst dort die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) deines Autos ein und erhältst sofort die Zuordnung.

In den meisten Fällen nein. Wildschäden auf der Autobahn oder bei Kollisionen mit Tieren gelten bei den meisten Versicherern als Teilkasko-Schäden, die deine SF-Klasse nicht zurückstufen. Allerdings ist das abhängig vom konkreten Versicherungsvertrag.

Die Faustregel besagt, dass sich die Vollkasko lohnen kann, solange der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs über dem Doppelten des Jahresbeitrags liegt. Für ein Auto mit einem Wert von 5.000 Euro wäre ein Vollkaskobeitrag von bis zu 2.500 Euro im Jahr noch vertretbar.

Die SF-Klasse hängt von deinem persönlichen Fahrverhalten ab. Sie wird besser, je länger du unfallfrei fährst. Die Typklasse hingegen hängt am Fahrzeugmodell und sagt etwas darüber aus, wie teuer das Fahrzeug in der Versicherung ist.

Die höchste SF-Klasse SF 35+ erreichst du in der Regel nach 35 Jahren unfallfreiem Fahren. In der Praxis heißt das: Wenn du mit 18 Jahren den Führerschein machst und sofort ein Auto versicherst, könntest du mit 53 Jahren in der Spitzenklasse sein.

Unter bestimmten Bedingungen ja. Wenn du nachweislich in einem anderen EU-Land ein Fahrzeug versichert hattest und dort schadenfrei gefahren bist, kannst du diese Klasse auf deinen deutschen Vertrag anerkennen lassen. Du brauchst dafür eine Bestätigung deiner früheren Versicherung.

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Deine KFZ Versicherungsklasse setzt sich aus Typklasse (10 bis 34), Regionalklasse (1 bis 12) und SF-Klasse (0 bis 35+) zusammen; mit SF-Klasse 10 oder höher sind bis zu 55 Prozent Beitragsnachlass möglich. Der Vergleich ist kostenlos und unverbindlich. Sieh sofort deine Einstufung und finde den passenden Tarif für deine Klassen.

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